UKE Talk | Gendermedizin ist wichtiger Schlüssel für individuellere Medizin

Shownotes

Das Immunsystem von Männern und Frauen unterscheidet sich deutlich. Männer erkranken oft schwerer an Infektionen, Frauen sind besser durch Impfungen geschützt. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Hormone: Östrogen regt das Immunsystem an, während Testosteron es eher bremst. Zusätzlich beeinflussen Gene auf dem X-Chromosom die Immunreaktion. Therapien, Impfungen und Studien sollten daher stärker auf Unterschiede eingehen. Darüber hat der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Christian Gerloff mit Prof. Dr. Marcus Altfeld, Direktor des Instituts für Immunologie, im UKE Talk gesprochen.

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00:00:00: UKE Talk, der Podcast zu Zukunftsthemen aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Stadt Hamburg.

00:00:08: Heute geht es um geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Immunantwort.

00:00:12: Zu Gast im Studio

00:00:13: ist Prof.

00:00:14: Dr.

00:00:14: Markus

00:00:15: Altfeldt,

00:00:15: Direktor des Instituts für Immunologie des UKE.

00:00:19: Das Alter des Immunsystems tritt beim Männern früher ein als bei Frauen und schreitet dann auch schneller voran.

00:00:26: Durch den Podcast führte ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKE Prof.

00:00:30: Dr.

00:00:30: Christian Gerloff.

00:00:32: Man kann sagen, dass Oestrogen schützt ein Leben lang.

00:00:36: erst mal vor vorzeitiger Alterung des Immunsystemes.

00:00:41: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe unseres UKE Talks.

00:00:44: Es geht heute wieder um Zukunftsthemen der Medizin und Themen die das UKE aber auch die Hansestadt Hamburg betreffen.

00:00:52: Heute geht es ganz speziell um das Immunsystem und unser Gast ist der Direktor des Instituts für Immunologie, Professor Markus Altfeld.

00:01:02: Hallo Markus!

00:01:03: Vielen

00:01:03: Dank für die Einladung.

00:01:04: Es gibt natürlich viel Wissen über das Immunsystem auch in der Bevölkerung aber es gibt auch geheimnisvollere Aspekte wenn man so will im Immun-System die nicht allgemein bekannt sind.

00:01:16: Und das Thema was uns heute speziell interessiert sind geschlechter spezifische Unterschiede des Immun Systems.

00:01:22: Da gibt es eine ganze Menge, wir wissen das klinisch zum Beispiel weil Autoimmunkrankheiten bei Männern und Frauen unterschiedlich verlaufen können.

00:01:31: Und das ist ein Tätigkeitsschwerpunkt von Prof.

00:01:35: Altfeldt der zusammen mit Frau Professor Lotta vom Bernhard Nocht Institut für Tropenmedizin eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsgruppeleite zum Thema geschlechterspezifische Unterschiede des Immunsystems.

00:01:51: Markus Altfeld ist auch Leiter der Abteilung Virusimmunologie des Hamburger Leibniz Instituts für Virologie und wir werden ihn heute einmal nach den Mechanismen fragen, die dahinterstecken dass die Immunantworten bei Männern und Frauen so unterschiedlich sind.

00:02:08: Zum Beispiel erkranken Männer nach dem was wir wissen oft schwerer an Infektionen.

00:02:13: Aber welche Unterschiede gibt es biologisch?

00:02:16: Was steckt dahinter, was sind die Mechanismen?

00:02:17: Welche Rolle spielen Hormone?

00:02:19: Welchen Rolle spielen Chromosomen?

00:02:21: Markus.

00:02:22: Ja

00:02:22: das ist ein Thema des.

00:02:24: uns find viele Gruppen sehr beschäftigt zu verstehen warum sich diese Unterschiede in den klinischen Manichs der Festation von Infektionserkrankungen auch die Munankrankung food zeigen zwischen den Geschlechtern.

00:02:36: Und es ist so, dass viele virale Infektionen, Infektion wie HIV und Hepatitis C-Virus, Infektionen aber auch bei der Pandemie haben wir das gesehen mit SARS Corona Virus II durch das weibliche Immunsystem besser kontrolliert werden.

00:02:52: Das Virus wird also schneller erkannt und es entwickeln sich schnelle antivirale Immunantworten die es dann erlauben die Virusreplikation unter Kontrolle zu kriegen.

00:03:03: Die Mechanismen, Zu Grunde liegen sind einmal die Hormone.

00:03:07: Die ist es so, dass das Testosteron das Immunsystem drosselt und im Endeffekt einige dieser Antworten subprämieren kann, während das Oestrogen eher eine stimulierende Funktion auf das Immunsystem hat.

00:03:21: Und eigentlich fast alle Immunzellen des Immun-Systems exprimieren Rezepturen mit denen sie und Testosterone erkennen können.

00:03:30: Und wo im Endeffekt eine Balance finden auf den Hormon, die wir sehen in ihrer Funktion?

00:03:36: Also man kann sich es wirklich so vorstellen dass diese Zellen quasi wie so Zügel haben Mit dem Testosteronzügel bremst du sie ein und mit den Oestrogenen lässt man sie dann laufen frei.

00:03:45: Und so kann man sich das mechanistisch vorstellen?

00:03:48: Man sieht es auch in Studien, die sich das genauer anschauen, wo man halt sieht wie Schwankungen in diesen Hormonen vom Testosterone-Oestrogen, diese Immunverantworten mit beeinflussen aber ist nicht der einzige, sondern da sind auch Gene auf dem X und auf dem Yxylone-Kombosum, dass Immunsysteme beeinflussten.

00:04:06: viele Gene Für Rezeptoren, z.B.

00:04:10: für Chemokina oder Zytokina, also die Botenschottoffe des Immunsystems liegen auf dem X-Comovoom und wir können dann nochmal drüber sprechen werden bei einer weiblichen Zelle dann höher exprimiert als in meiner männlichen Zälle weil eine weibliche Zelle zwei X-Commovoen hat aber auch Rezeptoren die wichtig sind für die Erkennung von Viren wie die Toller Krezeptoren und andere sind auf dem x-Comvovoom.

00:04:36: Dann stellt sich ja gleich die Frage, wie erklärt man das evolutionsbiologisch.

00:04:41: Also was ist jetzt dann Nutzen?

00:04:42: Sollten die Männer, die irgendwie vor tausenden von Jahren unterwegs waren und gejagt haben anfälliger sein für Infektionen?

00:04:51: Irgendwie ist es nicht direkt erklärbar.

00:04:54: Was ist denn da die Hypothese?

00:04:56: Es gibt verschiedene Hypothesen aber ich glaube die Hypothese, die im Moment am meisten akzeptiert wird ist die Prothese, dass es wichtig ist das entweder noch ungeborene Kind oder das neu geborene kind möglichst gut von Infektionen zu schützen.

00:05:09: Und wenn es also eine Infektion auftritt, dass das Immunsystem der Mutter schnell auf diese Infektions antwortet und vielleicht durch Antikörper, die dann ja über die Plazenta- oder die Brustmilch gegeben werden ans Neugeborene dort auch so in einer Art Nestschutz schon mitentwickelt und einfach in dieser unmittelbaren Nähe zum Kind in den ersten Monaten des Lebens, probiert gerade diese Viren schneller unter Kontrolle zu bringen.

00:05:35: Und dann doppelten Schutz sozusagen für die Person selber?

00:05:38: Für die Mutter und fürs Kind?

00:05:39: Und für das Kind genau.

00:05:40: Deswegen ist daher viel ... Energie biologisch im Endeffekt darin investiert wird, diesen Schutz zu gewährleisten.

00:05:48: Und das wahrscheinlich dann in der Evolution dazu gefüllt hat dass viele dieser wichtigen Gene wirklich sich auf dem X-Comovoom angesiedelt haben und das kann man ja wirklich nur durch die Evolution erklären.

00:05:59: Das ist das über die vielen Jahrtausende sich so zerexioniert hat und es ist wirklich spannend zu sehen wie viele der Gene die uns Immunologen begeistern auf dem x-Comavoom

00:06:09: liegen.

00:06:11: eine Schattenseite, denn wir wissen zumindest in der modernen Medizin dass das überschießende Immunsystem Autoimmunerkrankung macht.

00:06:18: Gleichzeitig aber auch ein schnell hochfahrendes Immun-System oder schnell hochgefahrene Immunantwort gut ist bei Impfungen.

00:06:25: also wie wirkt sich jetzt das Thema auf zum Beispiel Immun Antworten bei Impfung aus und wie wirkte es sich bei Autoimmuna Erkrankungen aus?

00:06:33: Das sind zwei wichtige Bereiche im Bereich der Impfung.

00:06:37: Haben viele Studien gezeigt, dass für die meisten Impfstoffen Frauen eine stärkere Monatwort entwickeln.

00:06:46: Mehr Antikörper gegen den Erreger gegen ihn geimpft wird und das haben auch Studien gezeigt hängt sehr von den Hormon Leveln ab.

00:06:54: es gibt eine schöne Studie auf Stanford sich bei der Grippe-Impfung angeschaut haben, wie stark ist die Immunantwort bei Frauen und Männern?

00:07:02: Und sie haben das gezeigt was viele schon gezeigt hatten dass die Immuna Antwort bei Frauen stärker war als beim Männer nach der Impfung.

00:07:08: Dann haben wir die Männer noch mal aufgeteilt den Männer mit hohem und niedrigen Testosterone Level zum Zeitpunkt der Impfungen und es waren die Männer mit dem höchsten Testosteron, die den niedrigsten Impfstoff antworten hatten.

00:07:18: also es zeigte ganz klar des Testosterons, wie du es gerade schon gesagt hast an dem Zügeln zieht und das Immunsystem die Stärke der Antwort des Immunsystems reduzieren kann auch gegen Impfstoffe.

00:07:29: Wenn wir noch mal kurz, bevor wir auf Autoimmunerkrankungen gehen bei der Impfung bleiben kann man daraus nicht Konsequenzen ziehen.

00:07:34: Dass man sagt zum Beispiel dass Frauen schon bei geringeren Dosierungen von Impfstoffen hat ja auch was dann mit Nebenwirkung zu tun schon eine ausreichende Immunanford haben oder das Männer halt eine höhere Dosis bräuchten?

00:07:45: Ja da gibt es eine Reihe von Studien die wir von der Sucht haben und auch verglichen haben verschiedene Dosierung von zb Krippeimpfstoffe und anderen.

00:07:52: Und es wurde schon gezeigt dass Frauen teilweise mit der Hälfte des Impfstoffes genau die gleichen starken Immunantworten entwickeln wie Männer.

00:07:59: Bisher hat sich das allerdings noch nicht in die klinische Praxis eingebracht, weil man doch probiert diese Impfstoffdosierungen und auch die Anzahl der Impfungen so konstant zu halten wie möglich und wenig variablen damit einzubringen.

00:08:13: aber es ist schon was was man überlegen sollte im Bereich der Impfstoffe.

00:08:18: wir können nachher auch noch über Immuntherapien bei Tumoren Sprechen wo sehr viel mehr Ansätze gibt, da jetzt wirklich geschlechterspezifisch das anzupassen?

00:08:27: Können wir gleich darauf eingehen.

00:08:29: Also warum nicht?

00:08:30: Das heißt in der Impfung habe ich dich jetzt so verstanden.

00:08:33: irgendwie hat man primär mal das Ziel möglichst viele Leute zu erreichen.

00:08:37: mache es keep it simple einmal all over the world und dann jetzt nicht auch noch anzufangen zu sagen Wir machen das jetzt irgendwie geschlechterspezifisch gewicht spezifischen.

00:08:46: Aber bei Tumortherapien hat man auch noch mal mit anderen Nebenwirkungsthemen zu tun.

00:08:50: Da sagst du, gibt's schon mehr!

00:08:51: Ja da gibt es einige Ansätze.

00:08:52: jetzt haben einige Studien gezeigt dass die toll neuen Checkpoint-Inhibitärtherapie wo man halt eine immunomodulatorische Therapie beginnt um so ein bisschen die Bremse am Immunsystem liegen den Tuma rauszunehmen wo das der Immun System besser antwortet.

00:09:06: Dass das Therapien sind von denen besonders Männer profitieren Und das ist schon interessant und auch wichtig für die klinische Versorgung, weil viele der Initialen Phase I und Phase II Studien zum Beispiel bei Lumen-CA in Gruppen durchgeführt wurden.

00:09:23: Wo Männer sehr viel mehr eingeschlossen worden als in diesen Studien.

00:09:26: Das hat dazu geführt dass es gewisse Richtlinien gibt und es gibt jetzt einige Studien, wo man das eher geschlechterspezifisch anschaut.

00:09:34: Zum Beispiel auf Heidelberg gerade auch drauf um zu schauen wie man gerade die Immuntherapie und die Chemotherapie so anpaft für die beiden Geschlechter dass sie optimal wirken bei einem Mann und optimal wirkt bei einer Frau.

00:09:47: Also fast gleich viel für unsere Zuhörerinnen, Zuschauerinnen und Zuschauer.

00:09:51: Phase eins, Phase zwei sind sehr frühe Studien wo man erstmals im Menschen dann Medikamente oder Therapien testet und lungen C.A.

00:10:00: meidest du Karzinomen, also Krebs, Lungenkrebs?

00:10:03: In dem Kontext ist man da schon deutlich weiter.

00:10:05: Erstmal deutlich weiter und es gibt also erste Studienansätze jetzt wo man wirklich schaut was ist die ideale Therapie zwischen und die Balance durch Chemotherapie und immunmodulatorischen Therapien bei Frauen und bei Männern, und das probiert ein bisschen geschlechterspezifisch anzupassen.

00:10:21: Und prinzipiell ist es halt jetzt schon nötig... Das hat man auf vielen dieser ersten Studien gesehen, dass wenn man eine klinische Zulassungsstudie beginnt die von Anfang an so designt, dass genug Männer und Frauen eingeschlossen sind um für beide Geschlechter im Endeffekt einen klaren Endpoint zu definieren.

00:10:40: Das ist glaube ich eine ganz entscheidende praktische Konsequenz.

00:10:45: Zweite Frage, eine Nachfrage von mir.

00:10:47: In eurem Institut könnt ihr eines ganz besonders gut auch dieses was man Immunofinotyping nennt also genau beschreiben welche Immunzelle wie worauf reagiert und in welchem Zustand sie gerade ist usw.

00:10:58: Ist das dann Teil solcher neu entwickelten Tumortherapien?

00:11:03: Also guckt man da wirklich zu jedem Zeitpunkt genau welche Zellen reagieren wie oder ist das zu aufwendig?

00:11:09: Die teilweise sind das Ansätze sehr aufwendige Ansätze aber ein Unterstudien, wo sich das Immunsystem besonders angeguckt wird.

00:11:16: Viele dieser Studien kommen noch auf Tiermodellen in denen man probiert das sehr kontrolliert zu beeinflussen.

00:11:23: aber mehr und mehr gibt es wirklich die klinischen Studien die entsprechend angepasst werden von ja logisch jemand der lange am uk war jetzt das Zentrum verpersonalisierte Tumortherapie Mannheim leitet und auch Teil unserer Forschungsgruppe ist.

00:11:36: Die hat jetzt die erste Studie begonnen wo wirklich diese geschlechtespezifischen Unterschiede bei Die Tumore der Lunge, genau angeguckt.

00:11:45: Genau untersucht und im Endeffekt schaut wie diese Checkpoint in Hypotherapien, Immuntherapien ideal angepasst werden für das Immunsystem einer Frau und halt eben alles Mannes.

00:11:55: Das ist sehr extrem wichtig, wenn man spricht über personalisierte Therapie und dann hat man sozusagen den rosa Elefanten im Raum dem man überhaupt nicht angeht nämlich Riesenunterschiede je nachdem welches Geschlecht und welche Immunkonstellation man hat.

00:12:09: Und ihr greift es jetzt in eurer Forschungsgruppe.

00:12:11: Wann ist es übergreifend?

00:12:13: Also Hamburg, Heidelberg, Mannheim und... Es

00:12:16: ist ursprünglich auf Hamburg gekommen.

00:12:18: Und dadurch der Sonja da logisch nach Mannheim gegangen ist das Projekt mitgegangen.

00:12:23: Der meisten Projekte sind hier am UKE angesiedelt aber auch an Berliner Norden Institut für Tropenmedizin unter dem Forschungszentrum Boftel.

00:12:31: Wir untersuchen im Endeffekt die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in der Immunantwort im Kontext von Autoimmunerkrankungen also Immunantworten gegen sich selber, da im Unantwortung gegen Tumor.

00:12:44: Oder halt in anderen Projekten gegen Impfstoffe oder virale Infektionen und Paravitärinfektionen.

00:12:49: Damit hast du mir jetzt elegant das nächste Schlichtwort geliefert nämlich Autoimmunerkrankungen.

00:12:54: Das ist die Kehrseite sozusagen, war ein besonders agiles Immunsystem hat reagiert es auch mal gegen körpereigene Ziele sozusagen.

00:13:04: Die erste Frage ist natürlich, wir wissen es bei Frauen sind einige Autoimmunerkrankungen häufiger.

00:13:10: Kannst du dabei Spiele nennen und wie ist da die Erklärung?

00:13:15: Es gibt viele Autimunerkranken, die sehr viel häufiger bei Frauen auftreten als bei Männern.

00:13:20: Für einige diese Autimunkrankungen sind vom zehn betroffenen Personen

00:13:24: neun Frauen

00:13:25: ein Mann.

00:13:26: Einmal für wirklich hohe Unterschiede!

00:13:28: Der Lupus, einer Erkrankung der Nähe und der Haut ist ein klassisches Beispiel dafür.

00:13:33: Für die Multiple Sklerose, ja auch gut kennst den Bereich, ist es so das ist auch dort sehr viel häufiger.

00:13:40: Frauen betroffen sind alle auf Männern aber auch Autoimmunerkrankungen der Leber, Autoimmunehepatitis, die sehr viel häufig bei Frauen auftritt als beim Männern Und auch Auto Immunerkranken der Haut.

00:13:50: Eigentlich sind es der Großteil der Autoimmuna-Krankungen die sehr viele häufige bei Frauen auffreten

00:13:54: als bei Männer.

00:13:57: Und das bringt einen dann ja automatisch zur Frage, denn also es weist ja auf Hormon-Konstitutionen unter anderem auch hin.

00:14:05: Wir wissen dass es einen Alterungsprozess gibt, Transition bis ins hohe Alter und wir sehen ja bei einigen Krankheiten die Geschlechterunterschiede sich im Alter nivellieren.

00:14:18: Wie ist das bei Autoimmunerkrankungen oder typischen Autoimmunaerkrank?

00:14:22: Welche Rolle spielt das Alter des Immunsystems, das Reifen und dann das Alter?

00:14:28: Man sieht es interessant für einige der Autorimmunererkrankung oder auch allergischen Erkrankungen wie Asthma zum Beispiel, dass

00:14:37: sich

00:14:39: mehrmals im Leben verändert.

00:14:41: Asthma ist sehr viel häufiger bei Jungs und in der Pubertät und sehr viel häufiger bei Frauen.

00:14:49: Und dann ist es so, dass im höheren Alter sich manchmal für einige diese Autimunerkrankungen angleicht aber nicht völlig und die Unterschiede des Immunsystems bleiben bestehen.

00:15:00: Es kommt noch eine weitere Komponente dazu nämlich das Altern des Immunsystem tritt beim Männern früher ein als bei Frauen und schreitet dann auch schneller voran, also die Immunsenessens ist etwas was auch geschlechter spezifische Unterschiede aufweist.

00:15:14: Und es scheint halt zu sein dass dies Estrogenen dies verlangsamt und danach nach Eintritt der Menopause schon passiert das weibliche Immunsystem dann auch aber im Endeffekt das männliche Immunsystem früher angefangen hat.

00:15:30: Und da sich so, wenn man diese Marke anschaut und diese komplexen immunologischen Unterrufen durchführt um ein immunologisches Alter darzustellen, sich von einem fünf bis sechs Jahre Unterschied zwischen den Geschlechtern im Durchschnitt zeigt dass das männlichen Immunystem schneller haltet.

00:15:44: Das heißt die geschlechterspezifischen Unterschiede lösen sich nicht auf später und das liegt wahrscheinlich auch daran, dass es halt nicht nur die Hormone sind sondern auch die Gene auf dem X- und Y-Kommission.

00:15:56: Aber trotzdem, also man kann sagen das Oestrogen schützt ein Leben lang erst mal vor vorzeitige Alterung des Immunsystems und kann damit zum Beispiel Effekte die beim Mann dann früher auftreten zu einer Art Schwächung des Imunsystem führen auch aber auch zu weniger Überreaktionen.

00:16:17: Das kann das länger kompensieren, aber am Ende was dann bleibt sind letztlich andere Mechanismen die nicht mehr so sehr hormonell getrieben werden.

00:16:24: Bei Mann im Alter wird ja auch Testosteron weniger?

00:16:27: Ja genau es gibt diese hormonellen Veränderungen und die Frage ist halt wann fängt das Altern an und das Alternt fängt wahrscheinlich schon sehr viel früher an.

00:16:38: Das Immunsystem sieht man im Endeffekt vom zwanzigsten Lebensjahr an beginnend verändern sich die Geschwindigkeiten im Endeffekt zwischen den Geschlechtern.

00:16:47: Und wenn man dann im höheren Alter ist, sechzig-siebzig-achtzig hat der Mann oder das Immunsystem des Mannes dann mal offen einen Vorsprung beim Altern.

00:16:55: Und auch die Regulation des Immunsystems scheint mit dem höheren Alter abzunehmen und es eher so überschießende Entzündungsreaktionen gibt.

00:17:04: Das haben wir ja sehr gesehen in der COVID-IX Pandemie, wo gerade ältere Männer von dieser überschießenden Immunantwort im entzündlichen Reaktion die Lunge dann betrafen und intensivpflichtig wurden.

00:17:18: Veränderungen gerade im Bereich der Makrophagen in einem Teil des angeborenen Immunsystems, weil es auch ein Risikofaktor ist für Herzinfarkt und andere Bereiche.

00:17:26: Wo man einfach sieht dass da eher entzündliche Reaktionen im männlichen Organismus auftreten die zu schweren Verläufen von einigen der Erkrankung führen können.

00:17:37: Und die einfache Antwort ist dann oder Erklärung, weil das Testosteron nachlässt und dann sozusagen der etwas bremsendere Zügel nicht mehr da ist.

00:17:44: Es gibt ja auch Arteritis-Formen also Gefäß, Arterienentzündungsformen immunologisch Bedingte, die tatsächlich im Alter dann häufiger sind.

00:17:52: Genau, dass halt auch des Testosterons abwinkt und da ist halt viel diskutiert sowohl um den Frauengewundheit als aus der Männergewundtheit Substituzionstherapien mit Oestrogen oder mit Testosterone sehen machen und in welchen Bereichen haben natürlich auch alle potenzielle Risiken wieder, das ist ein Bereich wo viel untersucht wird gerade.

00:18:11: Aber es ist ja tatsächlich nicht so dass immer das erste Argument wenn man über Oestrogene Ersatztherapien spricht ist nicht die erste Argumente dass man die Immunosenszent aufhalten will.

00:18:23: Das wäre ein eher modernerer Blickwinkel noch mal draufzusetzen.

00:18:27: Genau, also auf immunologischen Konferenzen ist das ein Thema und da gibt es auch eine ganze Reihe von Publikationen zu wie sich diese Immunantworten die traditionell besser sind bei Frauen gerade vor der Menopause dann mit einer Substitutionstherapie auch besser halten.

00:18:43: Da gibt's eine sehr interessante Studie in dieses Zeichen wieder einige dieser Immunpathways erholen.

00:18:48: Sehr spannend!

00:18:50: Und das wiederum... Ist ja der Link wie in die Praxis ein bisschen.

00:18:55: Was sollen denn Ärztinnen und Ärzte, wenn man das jetzt mal weiß?

00:18:59: Und besser begriffen hat, wie es funktioniert mit schlechter spezifischen Unterschiede?

00:19:03: Was soll man da im Alltag berücksichtigen?

00:19:05: Wird es gesprochen über die personalisierte Tumortherapie aber gibt's dann auch was daneben darüber hinaus, was man berücksichtigten sollte im klinischen Alltag?

00:19:13: Also einen Teil, der glaube ich auch berücksichert wird ist die Einschätzung des Risikofs für eine... Und wenn man das geschlecht weiß, alter weiss, kann man das besser einordnen.

00:19:25: Weil wo ich im Moment extrem viel tut was ich total spannend finde ist eher in der Pharma und in der Biotech.

00:19:33: Es gab schon in der Corona-Pandemie Ansätze wo man überlegt hätte ob man vielleicht mit Testosteron überschießende Infektionsreaktionen behandeln würde.

00:19:43: gerade ein zwei Studien klinische Studien liefen sogar in China zu dem Thema.

00:19:47: Das ist wahrscheinlich nicht der Ansatz, weil gerade diese Testosteron-Oestrogoyne natürlich noch stark Nebenwirkungen oder Wirkungen haben der Vermennlichung und die man da nicht möchte.

00:19:57: Aber es gibt jetzt mehr und mehr Pharmafirmen, die neue Medikamente entwickeln, die halt Teile dieser Testosteronen antworten.

00:20:05: Nachahmen,

00:20:06: ohne gleichzeitig die Vermennlichung mit Badwupp und anderen Dingen diese Nebenwirkungen mit einbringen.

00:20:15: Und die werden jetzt nach und nach in den Autoimmunerkrankungen

00:20:20: getestet.".

00:20:21: Jetzt hast du ja erfolgreich mit deiner Kollegin diese Forschungsgruppe eingeworben aber du bist schon lange in diesem Themenbereich unterwegs.

00:20:28: Die Frage hat sich durch die Pandemie da so ein richtiger Forschungshunger-Schub ergeben auch veröffentliche Mittel, um das weiterzubeforschen.

00:20:37: Oder ist es schon wieder verblasst?

00:20:38: Aber habt ihr jetzt sozusagen Mittelmester von profitiert, dass ihr jetzt irgendwie besser forschen könnt?

00:20:43: Es hat sich viel getan!

00:20:44: Das fing schon vor der Pandemie an.

00:20:47: Das National Institute of Health hat damit begonnen, dass man gar keine Drittmittelanträge mehr stellen konnte ohne klar darzustellen warum man das jetzt in... mehr Frauen oder Männern untersucht hat, dass das balanciert ist.

00:21:00: Die DFG ist ja vor mehreren Jahren nachgezogen und verlangt auch genaue Untersuchung oder Rechtfertigung der eingeschlossenen Probanden und eine Beschreibung wie viele weibliche oder männliche zum Beispiel Mäuse eingeschlossen werden in einer Untersuchungen.

00:21:18: Es ist so, dass es eigentlich jetzt kaum noch Fachkonferenzen gibt, wo es nicht eine Session gibt zum Einfluss von Geschlecht auf rheumatische Erkrankungen.

00:21:29: In der Labomedizin gibt's jetzt diese Sessions dazu.

00:21:32: Ich bin gerade eingeladen worden wird zu den Indokrinologen auf deren Fachkonference.

00:21:37: also das tut sich immerhin sehr viel dass auch grade die Wissenschaftler und wir sehen sie in unserer Forschungsgruppe viele von uns eingeladene werden auf Kongresse außerhalb unseres ursprünglichen Fachwissens und das ist ganz interessant, das zu sehen.

00:21:50: Und auch im Bereich der Drückmittelförderung sieht man ja das Themen wie Frauengesundheit, Gender Health Gap auch in den sowohl nationalen als auch internationalen Förderungs... Richtung mehr und mehr Bedeutung gewinnen.

00:22:07: Also ich glaube, es ist eine gute Zeit um diese Dinge zu untersuchen weil man einfach Förderungen bekommt dafür und das Bewusstsein sich in der Gesellschaft und den Fachgesellschaften sehr dazu geändert hat.

00:22:20: Was gibt's denn für Hindernisse oder irgendwie?

00:22:23: Siehst du so Major wie man neu Deutsch sagt Roadblocks irgendwas was jetzt dem im Wege steht oder irgendwelche Trends die dem im wege stehen?

00:22:32: Wenn man das hier in Deutschland anschaut, wird es sehr unterstützt und das finde ich gut zu sehen.

00:22:38: Es ist natürlich immer etwas teurer, sobald man größere Fallzahlen von Betroffenen mit einschließt oder auch den T-Experimenten größer Einschlägen einschlägt um für Geschlecht zu benutzen.

00:22:52: Das ist einfach teuer weil man mehr braucht!

00:22:55: Man sieht natürlich die Entwicklung USA, die einem Sorgen machen gerade in dem Bereich wenn es darum geht Gesundheit den Einfluss von Hormonen auf Immunantworten zu untersuchen.

00:23:06: Da gibt's viele unserer Kollegen in den USA die in diesem Bereich bisher sehr gut gefördert wurden und ihre Förderung verloren haben.

00:23:13: Und wir hatten gerade eine tolle Konferenz, das Gordon-Konferenz zu dem Thema.

00:23:19: Die hatte das erste Mal in den USA zwanzig dreiundzwanzig stattgefunden, wollte zwanzich fünfzwanzzig wieder stattfinden und wurde dann kurzfristig abgesagt.

00:23:27: auf Druck der Trump Administration Mittel gestrichen und das ganze Meeting wurde abgesagt ist natürlich ein Thema des auch für Transgender Health Ein wichtiges Thema ist, was ist der Einfluss von Hormonen auf Immunantworten?

00:23:42: Und weil dort viele dieser Daten diskutiert wurden wurde die Konferenz eingestampft.

00:23:46: Jetzt haben wir eine europäische Gegen- oder Alternativkonferenz organisiert dazu dem Oktober das erste Mal in Hamburg stattfinden wird.

00:23:54: Die im Jahr davor hat den Pasteur stattgefunden und damit überbrücken wir jetzt mal die Jahre bis es dann wieder

00:24:00: normalisiert wird.

00:24:03: Ganz herzlichen Dank für die Einblicke.

00:24:05: Aber bevor wir zum Ende kommen, habe ich noch eine Frage an dich.

00:24:07: Du bist ja schon eine ganze Weile am UKE und hast viele Bereiche gesehen aber die Frage, die ich jedem Gast am Ende stelle gibt es einen Bereich im UKE wo du gerne mal einen Tag arbeiten würdest?

00:24:19: Ja!

00:24:19: Ich hab' gewöhnt dass du diese Frage stellst und deswegen ein bisschen drüber nachgedacht.

00:24:22: und ich habe gewöhnen einerseits der mich einfach fasziniert bei so einem riesen Unternehmen ist wie funktioniert das mit einkaufen verteilen, also gerade diese ganze Bereich des Einkaufs.

00:24:33: Das Planen des Einkaufen, das Anpassen dessen an strategische Entscheidungen, was ja wahrscheinlich einen Riesen Einfluss hat auf Kosteneffizienzen.

00:24:44: Das finde ich ein Faszinierender im Bereich und das ist glaube ich etwas für mich mir gerne mal angucken würde.

00:24:49: Es ist ein sehr wichtiger, sehr zentraler und großer Bereich und tatsächlich vom Bleistift bis zum Kernspinn, also relativ breit aufgestellt.

00:24:57: Sehr gut Wahl und damit danke nochmal an dich Markus.

00:25:02: Ich bedanke mich auch bei Ihnen fürs Zuhören, fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal!

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